Humanin (HN, mitochondriales Peptid aus 24 Aminosäuren)
Humanin ist ein kleines Peptid, das von den Mitochondrien — den „Kraftwerken“ der Zellen — gebildet wird; mit dem Alter nimmt seine Menge ab. Es wird als Schutz der Nervenzellen bei der Alzheimer-Krankheit und bei Stoffwechselstörungen untersucht, bisher nur in Laborexperimenten.
MAPRGFSCLLLLTSEIDLPVKRRA — 24 AS, kodiert durch mitochondriale DNA (16S-rRNA). ~2687 Da. Entdeckt 2001 im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit.
Mitochondriales Peptid mit neuroprotektiver Aktivität bei Alzheimer (↓Aβ-Toxizität). Senkt metabolische Risikomarker: Insulinresistenz, Entzündung. Der Spiegel sinkt mit dem Alter und bei Neurodegeneration. Potenzieller Longevity-Biomarker.
Rezeptoren: FPRL1/HCAR1 und gp130/CNTFR → JAK2/STAT3 → ↑Überleben der Neuronen, ↓Apoptose (↓Bax/↑Bcl-2). Bindet Bax direkt → ↓mitochondrialer Apoptoseweg. Systemisch: ↓Insulinresistenz über den IGF-1R/IRS-1-Signalweg. ↓IGFBP-3 (Stressmarker).
In Studien wurden 100-500 µg SC oder 1-10 µg/kg verwendet. Keine klinischen Daten. In der Forschungspraxis sind 2-5 mg SC 2-3 ×/Woche beschrieben (nicht validiert).
Stufe C-D Tierversuche. Die Effekte wurden an Tieren gezeigt. Die Übertragbarkeit auf den Menschen ist nicht belegt. Präklinik. Klinische Studien gibt es nicht.
⚠️ Klinische RCTs wurden nicht durchgeführt. Die Herstellung ist aufwendig. Research only. Das Potenzial bei Neurodegeneration und metabolischem Syndrom ist bisher nur präklinisch belegt.
Forschungspeptide sind Laborreagenzien (Research Use Only). Sie sind keine Arzneimittel und nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt.